Autor/in: Bianca Iosivoni
Verlag: Penguin
Seitenzahl: 432
Erscheinungsdatum: 28.01.2026
Bewertung: 2,5 Sterne
Band der Reihe: 2/2
Inhalt (Achtung, Band 2!):
Niemals hätten Shae und Beck erwartet, dass ihr Fake-Dating-Deal eine solche Wendung nehmen und ihr Leben dermaßen auf den Kopf stellen würde. Gerade waren sie einander noch so nahe wie nie zuvor – jetzt ist eine gemeinsame Zukunft unmöglich. Während Shae ein unvorstellbares Opfer gebracht hat, hofft Beck, zumindest seinen Pub gerettet zu haben. Doch der Schein trügt, denn schon bald holt ihn seine Vergangenheit erneut ein. Und auch Shae muss eine Entscheidung treffen, die alles verändern könnte. Die Angst, nie wirklich frei zu sein, hat sie beide fest im Griff. Und als ein schreckliches Geheimnis ans Licht kommt, drohen Shae und Beck endgültig alles zu verlieren, was ihnen je etwas bedeutet hat …
Meine Meinung (spoilerfrei):
Nach The More I Hate You musste ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit The More I Love You weitergeht. Ich war nach Band 1 komplett in dieser Geschichte, in Golden Bay und vor allem in all den offenen Fragen gefangen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an den zweiten Band – vielleicht waren sie am Ende sogar ein bisschen zu hoch.
Leider konnte mich der zweite Band insgesamt nicht mehr ganz so überzeugen wie sein Vorgänger. Gerade der Einstieg hat sich für mich unglaublich gezogen. Über weite Strecken passiert vergleichsweise wenig und ich hatte immer wieder das Gefühl, dass die Handlung nicht wirklich vorankommt. Ich habe zwar weiterhin gerne Zeit in Golden Bay verbracht, aber gerade bei einem zweiten Band, auf den ich so gespannt war, hätte ich mir deutlich mehr Dynamik gewünscht. Und dann wurde leider genau das wahr, was ich ein bisschen befürchtet hatte: Der Suspense-Anteil, auf den ich die ganze Zeit gewartet habe, kommt gefühlt erst in den letzten 15 % des Buches. Dabei hätte gerade dieser Teil für mich so viel Potenzial gehabt. Der Spannungsaufbau aus Band 1 hat mir richtig gut gefallen und deshalb hätte ich mir gewünscht, dass auch die Auflösung mehr Raum bekommt. Stattdessen wird am Ende plötzlich alles auf einmal aufgelöst und abgearbeitet. Für mich hat sich das dadurch leider etwas zu gehetzt angefühlt.
Was mich aber wieder sehr abgeholt hat, waren Beck und Shae. 🥹 Die beiden haben mir wirklich unglaublich gut gefallen und ich mochte es, ihre Beziehung weiterzuverfolgen. Besonders schön fand ich, dass ihre Entwicklung nicht erzwungen wirkt. Gerade ihre jeweiligen Geschichten und Backstories haben mich emotional wirklich erreicht und ich habe an einigen Stellen sehr mit ihnen mitgefühlt. Auch die Freundesgruppe mochte ich wieder unglaublich gerne. Eine Sache hat mich bei Shae allerdings etwas gestört: ihre Art, mit der Situation rund um ihre Schwester umzugehen. Ich kann ihren Wunsch, sie zu beschützen, absolut nachvollziehen. Gleichzeitig hatte ich aber immer wieder das Gefühl, dass sie ihrer Schwester damit auch ihre eigene Vorstellung davon aufzwingen möchte, wie ein gutes und richtiges Leben auszusehen hat. Und genau das fand ich schwierig, weil es für mich einen ziemlich großen Unterschied zwischen Beschützen und für jemanden entscheiden gibt.
Das war leider nicht mein Buch… Für mich ist die Golden Bay Reihe immer schlechter geworden. Das tut mir unglaublich leid zu sagen, vor allem da ich Bianca Iosivoni und ihre Bücher eigentlich wirklich gerne mag, aber die Reihe war einfach nicht meins. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es bei dem nächsten Buch von Bianca wieder anders sein wird.
⭐️⭐️,5
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